Repertoire

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Mit unserem Anliegen, eine repräsentative Auswahl der unterschiedlichsten Bands der Swing-Ära zu präsentieren, garantieren wir Ihnen ein größtmögliches Maß an Abwechslung.

US-amerikanische Swing-Geschichte live in den originalen Arrangements

Wir spannen für Sie einen weiten Bogen der Schellack-Ära

  • von den letzten Aufnahmen Ende der 20er Jahre, die noch mit Tuba aufgenommen wurden, bevor der Kontrabass in die Bigbands Einzug hielt. (Nun konnten durchgehende Viertel gespielt werden, die Voraussetzung für die Swingstilistik)

  • über die bekannten und unbekannteren Bands und Stars wie Andy Kirk, Teddy Hill, Fats Waller, Duke Ellington, Lionel Hampton, Benny Goodman, Glenn Miller, Tommy Dorsey etc.

  • weiter zu den Entwicklungen Anfang der 40er Jahre

  • bis in die Zeit des Bebop in den 50er Jahren

Tanzmusik die 1933 in Deutschland verboten wurde

In Berlin, das sich in den (vermeintlichen) „Roaring Twenties“ in Deutschland nach den Jahren der schwersten Wirtschaftskrise zu einem Eldorado der Unterhaltung mit ihren unzähligen Tanzpalästen entwickelt hatte, spielte auch James Kok mit seinem Orchester. Eine der fraglos jazzigsten Band, die man im ganzen Land hören konnte.

Bis 1933 entwickelte James Kok (von Geburt Ukrainer) eine so versierte Jazzband, dass er für Jazzfans als Geheimtipp galt. 1935 musste er schließlich neben vielen anderen begnadeten Musikern das Land verlassen. 

Übernommen wurde diese Band vom Bandleader Erhard Bauschke, der fortan überwiegend relativ brave, unterhaltende Unterhaltungsmusik Tanzmusik spielte. Dennoch galt die Band, innerhalb der Musiklandschaft in den 30er Jahren in Deutschland, weiter zu einer der besten Bands des Landes.

1934 wurde dann ein Tanzorchester ins Leben gerufen, das alles, was Swingmusik im dritten Reich betraf, in den Schatten stellen sollte: Die Goldene Sieben bestand ausschließlich aus den (späteren) Bandleadern namhafter Ensembles. Die Band der Bandleader war als Studioband konzipiert, d. h. sie machten nur Schellack-Aufnahmen im Tonstudio, welche über den Rundfunk gespielt wurden, und entwickelten bis 1942 eine derart erstaunliche, swingende Klangsprache, dass sie nur acht Jahre nach Gründung endgültig verboten wurde und keine weiteren Studioaufnahmen einspielen konnte.

Wir als Historical Swing Dance Orchestra haben uns zur Aufgabe gemacht, die besten Arrangements dieser Studioaufnahmen, welche ausschließlich auf Schallplatte erschienen sind, erstmals live auf die Bühne zu bringen.

In unserem Konzertprogramm „Swing Tanzen verboten“ präsentieren wir Ihnen eine Auswahl des Repertoires dieser beiden herausragenden Bands, welche einen direkten Vergleich zwischen braver und zu swingender Tanzmusik ermöglicht. Wir möchten hiermit auch eine fast nur noch Schellacksammlern bekannte Musik vor dem Vergessen bewahren.

Genießen Sie die musikalischen Edelsteine der Swing-Ära, die eine Unbeschwertheit und Leichtigkeit atmen, die kaum ansteckender sein könnte.